Museum

Europäisches Flakonglasmuseum

 

 

Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen!

Bereits seit 1661 wird in Kleintettau die zerbrechliche Kostbarkeit hergestellt. Von Thüringen aus hatten die Glasmacher den Nortwald besiedelt, denn hier gab es den wichtigsten Rohstoff zum Glasmachen - das Holz.

Besonders zum Herstellen der benötigten Pottasche, aber auch zum Befeuern der Schmelzöfen wurden große Mengen Holz benötigt und das gab es hier in Hülle und Fülle. Der Ort florierte und schnell kamen in der fränkischen Rennsteigregion weitere Glashütten dazu.

Über die Jahre hinweg gab es Hochs und Tiefs, neue Hütten entstanden, andere wurden Opfer von Feuer. Bis heute prägen die großen Glashütten das Ortsbild von Steinbach am Wald und dem Tettauer Winkel. Glas aus dem Frankenwald ist heute in aller Welt zuhause und fast jeder hat ein Stück davon im Schrank, sei es als Parfumflakon oder als Getränkeflasche.
Der Erfolgsgeschichte dieses vielseitigen Produktes trägt das Europäische Flakonglasmuseum in den Räumlichkeiten der Firma Heinz-Glas Rechnung. Auf drei Etagen bietet dieses museale Schmuckstück alles, was das Kulturherz begehrt.

Antiker Flakon_Europäisches Flakonglasmuseum
Antiker Flakon
Ausstellung_Europäisches Flakonglasmuseum
Blick in die Ausstellung

Das Europäische Flakonglasmuseum in Kleintettau entführt seine Besucher in die mehr als 3000 Jahre alte Geschichte des Glases und zeigt eindrucksvoll die Anfänge mit  Sandkerntechnik in Ägypten, genauso wie die immer opulenter werdenden Gefäße im 17. und 18. Jahrhundert.

Ein eigener Bereich widmet sich den heutigen Glasberufen und Veredelungstechniken und als besonderes Highlight können Besucher beim Gang über die Live-Tribüne hautnah die laufende Produktion einer heutigen Glashütte erleben.
Neben der Flakonproduktion und -veredelung ist Duft ein weiteres Thema des Museums. Im Rosenraum, dem Raum der Düfte, werden die verschiedenen Möglichkeiten der Duftkomposition und Parfümherstellung veranschaulicht.

Die 2012 eröffnete und immer wieder überarbeitete Dauerausstellung „Parfümflakons – Eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert“ der Münchnerin Beatrice Frankl läßt die Herzen von Flakonliebhabern höher schlagen. Viele Gäste waren und sind begeistert von den hochkarätigen Exponaten aus der Zeit von 1920 bis 1990.

Für große und kleine Abenteurer gibt es in der Glashöhle des Museums tanzende Glasteufel, spannende Experimente und allerlei Erlebnisse rund um das Thema Glas.

 


Kontakt:

Europäisches Flakonglasmuseum
Glashüttenplatz 1-7, 96355 Kleintettau

Tel.: 09269 / 77 100
Email: museum@glasbewahrer.de
www.flakonglasmuseum.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 08 bis 17 Uhr
(letzter Einlass um 16 Uhr)

Samstag, 10 bis 16 Uhr
(letzter Einlass um 15 Uhr)

Sonntags geschlossen. 

Eintrittspreise:

Erwachsene5,00 €
Ermäßigt 4,50 €
Schüler 6 bis 16 Jahre4,00 €
Kinder bis 6 Jahrefrei
Glasmacher-Vorführung ca. 30 Min.2,00 €

Parfüm-Flakon „Rio“® mit Umverpackung und dazugehöriger Printwerbung , EdP; VEB Decenta-Werk Döbeln®, Döbeln/ Deutsche Demokratische Republik, 1950er Jahre
Collage mit Printwerbung verschiedener Hersteller; Deutsche Demokratische Republik, zwischen 1950 bis 1980

Aktuelle Sonderausstellung

BLITZSAUBERE KONSUMIDEEN AUF WELTNIVEAU...

versprach durchaus auch die Werbung in der Deutschen Demokratischen Republik! Gerne schmückte mancher Werbeslogan der 1950er und 60er Jahre den Zusatz „…auf Weltniveau“. 

In einer kleinen aber feinen Auswahl präsentieren sich Glanzlichter des Alltagskonsums, vom Kassenschlager bis hin zur „Bückware“. Einst brachten sie sehnsüchtige Augen in Drogerien oder den Warenkaufhäusern von „Konsum“, „HO“ und „Exquisit“ zum Funkeln. Allen Vorurteilen zum Trotz ersteht die ostdeutsche Werbewelt der 1950er und 60er Jahre, mit Witz und Charme, bunt und einfallsreich. Im Fokus lässt sich dabei Gemeinsames und doch Befremdliches aus dem Bereich des sozialistischen Produkt- und Marketingdesigns der DDR entdecken. Damit gewährt die Preview-Sonderausstellung einen kleinen Einblick in die über 2.000 Objekte umfassende Schenkung der Sammlung Monika Jürgens-Winefeld, welche ab dem Jahr 2019 durch eine neue Dauerausstellung das Museum ergänzt. 

Ausstellungsdauer: 13. Mai 2018 bis 28. April 2019; Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr; Samstag, 10 bis 16 Uhr; An Sonn- und Feiertagen nur für vorangemeldete Gruppen ab 30 Personen.

 


Raum der Düfte_Pierre Kamin

Wussten Sie schon?

Jeden ersten Samstag im Monat finden Glasmacher-Vorführungen am historischen Halbautomaten statt.
Zwischen 12 und 15 Uhr zeigen ehemalige Glashüttner ihr Können und lassen Besucher auch einmal ausprobieren. Ein echtes Abenteuer!


TIPP:

Direkt neben dem Europäischen Flakonglasmuseum begrüßt das Glas-Café seine Besucher. Hier gibt es superleckere, hausgemachte Kuchen und Torten, genauso wie herzhafte Mittagsgerichte.